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Wir sind die Guten!

Ballaststoffe arbeiten in Ihrem Körper eine lange Liste an Wohlfühlaufgaben ab. Sie sind sehr empfehlenswert und alles andere als unnötiger Ballast für Ihre Gesundheit. Im Gegenteil: Unlösliche Ballaststoffe, wie sie vor allem in Vollkornbrot und Naturreis vorkommen, beschäftigen Magen und Darm besonders intensiv, weshalb sie lange satt halten. Magenknurren ist daher erst nach Stunden wieder ein Thema.In Erbsen, Bohnen, Linsen und Hafer vorkommende lösliche Ballaststoffe verlangsamen im Darm die Aufnahme der Kohlenhydrate ins Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt sachte und kontinuierlich an, wodurch der Insulinhaushalt in Balance gehalten wird. Ein weiteres Plus: Der Cholesterinspiegel kann etwas gesenkt werden. Durch Bindung von Gallen-säuren, die in der Leber aus Cholesterin gebildet werden, wird dem Körper Cholesterin entzogen. Heute wird sogar die Qualität von Kohlenhydraten nach ihrem Ballaststoffgehalt beurteilt. Empfehlenswerte Kohlenhydrate sollen einen Ballaststoffanteil von mindestens 10 % aufweisen. In diese Kategorie fallen zum Beispiel 100 %-Vollkornbrot oder Bulgur.

Lassen Sie sich vom Hafer stechen
Sie haben kaum Ideen, wie Sie die genannten löslichen Ballaststoffe in Ihren Essalltag einbauen sollen? Unsere Tipps: Hafer schmeckt grob geschrotet genauso gut wie als Vollkornflocken im täglichen Frühstücksmüsli. Stellen Sie sich Ihre persönliche Mischung aus Hafer, Leinsamen, Nüssen, Samen und frischem Obst zusammen. Egal ob mit Milch, Joghurt, Acidophilusmilch oder Sojamilch – für Ihr Lieblingsmüsli gibt es tausende geschmackvolle Varianten. Wer es in der Früh lieber warm hat, kocht Milch und Haferflocken kurz auf und lässt die Flocken während der morgendlichen Dusche quellen. Mit etwas Zimt, Banane und/oder Süßstoff verfeinert schmeckt der Porridge vor allem im Winter besonders gut. Hülsenfrüchte schmecken sowohl als Salat (Käferbohnen- oder Linsensalat), wie auch als Püree (Hummus aus Kichererbsen, Erbsenpüree), Suppe (Bohnensuppe) oder Hauptgericht (Chili con Carne, italienische Minestrone, Kichererbsen-Kürbis-Curry) wunderbar.

Der Freund Gemüse
Gemüse und Salat enthalten jede Menge figur- und gesundheitsfreundliche Inhaltsstoffe, sind nahezu fettfrei und besonders kalorienarm. Außerdem enthalten sie viele der wertvollen sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, die zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Daher dürfen Sie nach Herzenslust zugreifen und sich daran ordentlich satt essen. Insgesamt sollten es etwa 500 g pro Tag sein. Es lohnt sich also, bei jeder Mahlzeit Gemüse oder Rohkost einzuplanen. Einzig um gebackenes bzw. frittiertes Gemüse sollten Sie einen Bogen machen, denn dieses enthält einen besonders üppigen Mantel aus Fett und schnell verwertbaren Kohlenhydraten. Sehr empfehlenswert dagegen sind gedämpftes oder im Rohr gegartes Gemüse oder die schmackhafte Zubereitung im Wok. Nicht in die Kategorie ‘Gemüse’ fallen Erdäpfel, die auf Grund ihres hohen Stärkegehalts den Stoffwechsel ungünstig beeinflussen.

Die süßesten Früchte der Natur
Obst ist fast jedermanns Sache. Aufgrund seiner Süße hat es viele Anhänger und es gibt nur wenige Menschen, die Obst gänzlich verweigern. Frisch, reif und saisongerecht ist Obst am wertvollsten und schmeckt auch am aromatischsten. Essen Sie daher am besten Obst, wenn es Saison hat: Kirschen im Juni, Beeren, Pfirsiche und Marillen im Hochsommer, Äpfel und Birnen im Herbst, Zitrusfrüchte im Winter. Tief gefrorenes Obst und Beeren, die einen relativ geringen Fruchtzuckergehalt haben, sind zu jeder Jahreszeit eine gute Alternative zu frischen Früchten. Ein Stück Obst eignet sich auch gut als Jause zwischendurch und hilft gegen den kleinen Süß-Gusto. Die aktuell sehr modernen, im Handel erhältlichen Smoothies sind kein vollständiger Ersatz für Ihre tägliche Obstportion. Denn sie enthalten meist auch größere Mengen Fruchtsaft und sind daher kalorienreicher als ein Stück pures Obst.
Unser Tipp: Mixen Sie sich Ihren Smoothie selbst ohne Zugabe von Fruchtsaft.

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