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Wie Sie den größten Dickmacher besiegen

Kekse, Schokolade, Torten und Kuchen sind natürlich wahre Zuckerbomben. Doch bei vielen Produkten würden wir Zucker gar nicht vermuten. Achten Sie beim nächsten Supermarkteinkauf mal auf die Etiketten der Produkte. Meist ist hier zu lesen „Kohlenhydrate … davon Zucker“ – Sie werden erstaunt sein, wie viel Zucker in so manch einem Fertigmüsli, Ketchup oder im Nougat-Brotaufstrich lauert. Als Diabetiker gilt es, sich der Zuckermengen bewusst zu werden. Zuckerreiche Speisen und Getränke bitte nur ab und zu in bewusst kleinen Mengen essen bzw. trinken. Ihr Blutzuckerspiegel wird es Ihnen danken. Blutzucker- und Insulinspiegel werden aber nicht nur durch Zucker rasch nach oben getrieben, sondern auch durch ballaststoffarme Kohlenhydrat-Lieferanten. Dazu zählen Lebensmittel, die aus weißem Mehl hergestellt werden, (Weißbrot, weiße Nudeln) sowie weißer Reis und Erdäpfel. Die Wirkung der Kohlenhydrate auf den Blutzucker- und Insulinspiegel wird durch den 'glykämischen Index' (GI) angegeben. Dabei vergleicht man den Blutzuckeranstieg, den ein Lebensmittel hervorruft mit dem Blutzuckereffekt, den Traubenzucker (GI=100) erzeugt. Der glykämische Index von gekochten Kartoffeln oder weißem Reis liegt bei etwa 70-80 %, während Naturreis einen GI von etwa 50 % und Linsen nur rund 30 % haben.
Unser Tipp: In so gut wie jedem Mehlspeis- und Kuchenrezept lässt sich die Zuckermenge um mindestens ein Drittel reduzieren, ohne dass Sie es im fertigen Gericht schmecken würden.

Süße ohne Reue
Viele Jahre hindurch wurde nicht nur Zucker, sondern auch Süßstoff immer wieder medial an den Pranger gestellt. Er würde Krebs verursachen und zu Hungergefühl und damit Essattacken führen. Nichts davon konnte bisher in wissenschaftlichen Studien bestätigt werden. Wenn Sie auf den süßen Geschmack manchmal nicht verzichten wollen und Ihr Blutzucker im Lot bleiben soll, kann der Griff zu Süßstoff sehr wohl hilfreich sein – etwa zum Süßen von Getränken, Desserts, Obstsalat oder Müsli. Geben Sie sich allerdings nicht der Illusion hin, mit Süßstoff gesüßte Produkte seien der Freibrief für ungehemmtes Schlemmen. Ein Kaffee mit Süßstofftablette bringt Ihrem Körper gar nichts, wenn Sie dazu Sachertorte mit Schlagobers essen. Nützen Sie also Süßstoff als willkommenen Begleiter in einem insgesamt gesunden Essalltag, in dem süße Köstlichkeiten die Ausnahme am Wochenende bleiben.
Unser Tipp: Bei Germ- und Mürbteigen kann man den gesamten Zucker durch Süßstoff ersetzen. Bei allen anderen Teigen kann man dagegen nicht die komplette Zuckermenge austauschen, weil der Zucker beim Backen für die lockere Konsistenz benötigt wird (z. B. Rühr- und Biskuitteig).

Fettqualität geht vor Fettquantität
Fett wurde viele Jahre hindurch als Bösewicht dargestellt, weil es pro Gramm die meisten Kalorien aufweist. Allerdings haben neuere Studienergebnisse gezeigt, dass es nicht darauf ankommt, wie viel Fett man isst, sondern vor allem darauf, welches Fett man auswählt. Tierische Fette, besonders solche in Fleisch oder Wurstwaren, haben ungünstige Effekte auf Stoffwechsel und Gefäße. Ersetzt man tierische durch pflanzliche Fette oder Öle, tut man seinem Körper dagegen etwas Gutes. In der klassischen mediterranen Ernährung spielen pflanzliche Fette, besonders aus Olivenöl und Nüssen, eine wichtige Rolle. Diese Ernährungsform, die auch reich an frischem Gemüse, Obst, Beeren, Hülsenfrüchten und Fisch ist, hat einen sehr günstigen Effekt auf den Zucker- und Fettstoffwechsel. Darüber hinaus senkt diese Kostform nachhaltig das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Unser Tipp: Verwenden Sie zum Kochen Öl statt Butter, streichen Sie Margarine statt Butter auf Ihr Brot, verzichten Sie auf Butterschmalz oder Schweineschmalz. Kosten Sie auch mal andere Öle wie Walnuss-, Mohn-, Haselnuss- oder Sesamöl. Oft reichen davon nur ein paar Tropfen, um in den Genuss des vollen Aromas zu kommen. Verwenden Sie als Dosierhilfe unbedingt einen Kaffeelöffel.

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